Lauftreff Knickfööss Köln - Die Geschichte (Teil 4)






Fotos: Wolfgang Kahlke
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1984 - Die Strecken werden länger

Wir hatten alle ganz weit hinten im Kopf schon damals die Vision, mal einen Marathon zu laufen, zu diesem Zeitpunkt aber war die Umsetzung noch unvorstellbar. Auf jeden Fall wollten wir nun länger laufen als die bisherigen 15 km. Diese Strecke hatten wir ja nun gut drauf. Außerdem sollte es schwieriger werden. Was lag da näher als nun den Nürburgringlauf in Angriff zu nehmen.

Am 21. Oktober 1984 stand der 7. Nürburgringlauf über 23.8 km auf dem Kalender. Volker und ich meldeten sich dafür an. Wir hatten eine Vorstellung von der Strecke. Wenn man gerade 15 km gelaufen ist, dann sollten 23.8 km doch auch zu schaffen sein. Allerdings war uns das Höhenprofil auch in etwa bekannt, Gerüchte zu der Zeit besagten, das der Lauf fast so hart wie ein Marathon sei. Ohne spezielle Bergvorbereitung stürzten wir uns aber trotzdem in dieses Abenteuer.

Um es vorweg zu nehmen, bei unserem ersten Auftritt haben wir sehr viel gelernt. Die ersten 10 km waren ohne Probleme recht zügig zu laufen. Nach einer halben Einlaufrunde über die neue Grand Prix Strecke (s. Foto links), ging es meist bergab, von kurzen Stichen unterbrochen. Wenn man dann nach knapp 11 km bei Breidscheid den tiefsten Punkt passiert hat, folgt der unerbittliche Anstieg über ca. 5 km. Am Karussell kann man kurz verschnaufen, doch an der hohen Acht wird es kurz danach richtig steil. Hier war schnelles Wandern angesagt, Laufen ging nicht mehr. Danach geht es sehr kräftezehrend auf und ab, ehe die endlos lange Gerade am Schwalbenschwanz auf einen wartet.

Volker und ich haben es geschafft, was auch Fotos von der Zielgeraden beweisen und sind später noch häufig wiedergekommen. Der Lauf ist wirklich unvergleichlich, die Verbindung vom Laufen auf einem breiten Asphaltband mit Rennsportatmosphäre umgeben von einer wildromantischen Mittelgebirgslandschaft mit herbstlicher Blattfärbung bleibt auf Dauer im Gedächtnis. Der Pete hat uns freundlicherweise fotomäßig betreut und sogar eine Unterkunft organisiert. Bei diesem Lauf lag ich vor dem Volker, einen Monat später sollte dies ganz anders ausgehen.

Am Buß- und Bettag des selben Jahres hakten wir den nächsten regionalen Klassiker ab, den von Helmut Urbach organisierten Lauf über 25 km um das Schloss Röttgen. Leider existieren keine Fotos, aber das Bild vom Detlef mit seiner rot weißen Zipfelmütze habe ich immer noch vor Augen. Volker, Detlef und ich waren von den Knickfööss am Start. 25 km war noch keiner von uns bisher gelaufen. Wir betraten also wieder Neuland. Diesmal war der Volker der schnellste Knickfööss, mit einer deutlich schnelleren Zeit (1:50:37 = 4:25/km) als beim kürzeren Nürburgringlauf. Detlef und ich zahlten reichlich Lehrgeld und landeten mit km-Zeiten von 5:41 bzw. 5:14 im ganz hinteren Bereich des Feldes. Allerdings gab es zu dieser Zeit keinen einzigen Läufer in der Ergebnisliste, der in die Region 6:00-Tempo gekommen wäre, da war das Ziel schon längst abgebaut.



Fotostrecke der Geschichte Die 7 Wettkampfergebnisse des Jahres

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